Essays & Gedanken

Kuhai & Fi Bo Na Chi

  Neue japanoeuropäische Traditionsgedichte des Unverständnisses   Die Ausgangslage Künste und Künstlerinnen aus Japan und Europa stehen im ständigen Austausch von Faszination, Inspiration, Nachahmung und Missverständnis. Kuhai und Fi Bo Na Chi, die jüngsten Spielarten japanoeuropäischer Poesie gehen auf das Haiku zurück. Viele EuropäerInnen müssen mindestens einmal in ihrem langen Leben ein Haiku verfassen: in der Primarschule. Dieses Schulhaiku hinterlässt… Read more →

Zombies, Vampire. Fleisch und Blut: Die Verdauung der Menschheit.

„When there’s no more room in hell the dead will walk the earth.“ Dawn of the dead – George A. Romero Vor einigen Jahren traf ich mich mit Freunden, um den Zombie-Parodien Klassiker Braindead von Peter Jackson anzuschauen. Vorab musste der Film, da damals noch indiziert, illegal heruntergeladen werden. Nichtsahnend öffneten wir also die Datei des Films, darauf gefasst viel… Read more →

Die verborgene Übersetzung der DNA

Die verborgene Übersetzung der DNA von Tim Gallusser vorgetragen auf dem LitUp! »Translatieren? – Translatieren!«, 12.06.2015   „Das Ablesen von DNA nennt man Translation“, sagt jemand auf einer Website zur Problemklärung in der Deutschen Sprache. Das Verb davon ist daher vom Lateinischen translatum, einer Partizipbildung, abgeleitet. Als ich mir überlegte, was »Translatieren« bedeuten kann, kam mir dies zwar nicht in… Read more →

Eine cyberdadaistische Manifestation

von Stefan Scheidegger & Samuel Eberenz Vorgetragen auf dem Workshop »Translatieren?«, 06.06.2015   Sagen wir, jedem Text wohne ein Geist inne – was macht diesen Geist aus? Der Geist ist fluid, das heisst: nicht fassbar. Er manifestiert sich im Text aus der Intention und den Kontexten der Verfasserin, den Leseerfahrungen des Lesers, seinem Umfeld, vielleicht aus all dem, was seine… Read more →

Zugelassen

Karena Weduwen Zugelassen „Laissez faire“ raunte es mir zu und schaute dabei ziemlich allwissend. Das verärgerte mich so sehr, dass ich meine Nase rümpfte und meine Stirn anhob, sich in Falten zu legen. „Ist es denn nicht etwas zu gelassen, diese vielversprechende Tür zuzulassen?“ erschrak meine Vorsicht. Derweil hatte eine der stets wachsamen Visionärinnen mit großen Buchstaben auf ein Banner… Read more →

Von dem Definitionen

Ein Aspekt, den Poesie und Philosophie gemein haben, ist das Ringen mit der Bedeutung der Wörter. Da gibt es nicht nur Ringelringelrei und Griechisch-Römisch, sondern viel mehr, wie etwa Schwingen, Sumo-, Hände- und Rettungsringen, und, nicht zu vergessen, das Auswringen. Inwieweit sich dabei die poetische mit der philosophischen Praxis vereinen lässt, frage ich lieber erst gar nicht. Oder ich frage… Read more →