08 Dez

Sie nannten sie Alaska

Im Juli 2014 hat Die Perspektive eine strunz murrlige Kurzgeschichte von mir in der Ausgabe zum Thema »Wenn es dich stört, warum tust du nichts?« veröffentlicht: »Sie nannten sie Alaska«

… Einmal versuchte ich, ihr Gesicht zu zeichnen. Aber auf der Skizze wirkten ihre Backen und selbst die Nase und die Lippen irgendwie ausgebeult. Ich konnte ihre Geometrie nicht festhalten. Das Gesicht und die glatten Haare – das war alles nur Kulisse für ihre Augen, auch sie braun und ganz unbegreiflich. Sie gaben mir ein Gefühl, als könnten sie mich sehen; und all ihre Gesichtsausdrücke, ihre Worte, selbst die Körperhaltung waren wie mit dünnen Fäden mit diesen Augen verbunden, und entstanden und zerfielen nur für sie …

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26 Okt

La poésie d’abord et pour toujours

La poésie d’abord et pour toujours
La poésie nous berce dans le sommeil
La poésie transperce nos cœurs
La poésie nous transporte ailleurs
La poésie fait couler l’eau dans nos paysages imaginaires
La poésie nourrit les têtes en l’air
La poésie rime avec tant pis
La poésie nous aide à digérer les vicissitudes de la vie
La poésie donne du goût à la solitude
Rêveurs dans tout le monde, chantez la multitude !
La poésie me fait penser à ta voix douce
La poésie d’abord et pour toujours !
Vive la poésie !

26 Okt

Individualverkehr

0erjahre
setzte sich einfach
ins Auto
(nach mehrmonatiger Ausbildung)
fuhr nach Berlin
stundenlang
rußend
hunderte Kilometer
ohne führendem Gleis
ohne smartgrid und copilot

Das Fernlicht
bei Gegenverkehr
abblendend
immer nur einen Moment zu spät

0ft über Stunden in
stockender Freiheit
die Risiken
im Rückspiegel eingefangen
unerdenklich

Langsam lehrten sie den Autos
miteinander zu daddeln

27 Sep

An einem Tag wie diesem

An einem Tag wie diesem, dem 290. im Jahr, kann viel – oder auch nichts – passieren. An Herbsttagen wie diesem scheint zumindest manchmal die Sonne, und manchmal regnet es, oder der Wind weht durch die Gassen der Stadt. Fast ist es still an diesem 27. September. Die Zeit der Gewitter ist vorbei, und der Sommer grüsst nur noch von weitem. Die Dunkelheit breitet sich langsam aus und die Kastanien fallen zu Boden, ungefragt und ohne dass sie damit etwas sagen wollen. Read More

27 Jun

Zurück in die Zukunft: Angewandte Science Fiction zur Alltagsbewältigung (Frau Q.)

« Frau Q., was haben Sie sich überlegt, um unsere Marktführung auszubauen? »

Für das bessere Verständnis der Leser_innen soll hier kurz ausgeführt werden, wofür Frau Q. in ihrer Firma zuständig ist. Sie kennen vielleicht das Problem, wenn es in den Sommermonaten stechend heiß wird: Der Sonnenball glüht am Firmament und jede kleine, verzweifelte Pore ihres Körpers versucht durch Schweißabsonderung etwas Abkühlung herbeizuführen. In Frau Q.’s Firma wurde ein transparenter, leichtgewichtiger Kühlakku für den Oberkörper entwickelt, der Read More

23 Jun

The Things One Learns in Life

My parents once told me, soon you will have a little sister.
I said
I don’t believe you, prove it
So they bought a cot, baby-proofed the fridge, the toilet, bought a mobile, toys, diapers.
Came home one day with a noisy bundle that took up far too much space in my life.
And I learnt what it was to make room for another.
And I was skeptical no more. Read More

10 Mai

Homecoming

Your great-grandfather had sailed to England in 1874. He had never intended to stay, and returned to India after six formative years of medical training. His mother had collapsed with relief when she saw him, having conjured up images of his life unchained – an English wife, an affected accent, the intoxicating allure of the freedom and excesses of the west. But he was an Indian through-and-through, a loyal son and later, dutiful husband and father. He spoke fondly of his time there, recounting his experience of rarefied collegiate life, his adventures in London, youthful escapades that would titillate his children and grandchildren. Read More