07 Nov

LIII *Büchertausch*

Am 21.11.: Tauschen, Schenken und Bedauern!
Hübsche Einladung zum literarischen Tauschsalon. „Lasst die Bücher zu mir kommen!“

Kommt, um aus Büchern zu lesen, die ihr weitergeben möchten.

Wir stöbern zusammen in anderer Leute Bücherregal und finden… Buch. Neben Buch und Text darf auch Essen und Trinken zum Tausch feilgeboten werden.

Bring your favourite or bring your own. ALAB – All Languages are beautiful.

Mittwoch, 21. November ab 19.00 Uhr
8044 Zürich. Adresse auf Anfrage und via Newsletter.

08 Jul

LII Von Monument zu Monument

LitUp! und Lüchtturm laden zum LII. LitUp!:
»Von Monument zu Monument«

Am Sonntag, 15. Juli 2018, 17:17 bis 21:21 Uhr
Auf der Stadionbrache Hardturm
Als Teil von Lüchtturm – Brache für alli

Für ein Wochenende wird die Brache zur Wüste zur Skyline zur Brache.
Lasst uns gemeinsam von Leuchtturm zu Leuchtturm wandern, von Monument zu Monument, von Moment zu Moment –  und uns gegenseitig vorlesen.
Texte vorlesen, die sich um Monumente drehen, um Türme, um Signale, um Momente, das Entstehen und Vergehen, Verbrechen und Verbrennen.

All languages are beautiful
You can bring texts too share in any languages, but you can also come empty handed, with cleaned ears and bottle of rum.

Wir freuen uns auf euch!

28 Jun

Über dem Dichter

für Dominic Looser und Ernst Jandl

Habemus
Dem Bartem dem Stoppelm
Den Taten den Drangen

Habemus
Alledem Stoppelm abgetrimmem
Und getatem dem allem Stoppelm
In 1 Krassem Tassem

Habemus
Getatem mehrerem Malem
Bis Krassem Tassem
sein halben-leerem mit Stoppelm

Habemus
Aufgefüllem
Krassem Tassem mit
Sichernichtstichfestem Yologhurt
Bifidus

Habemus
Ungerührt
Das allem
Und habem ausgetrunkem
Krassem Tassem im 7 Schluckem

Habemus
Stolz verkundet:

Habemus Stratschatella

12 Mrz

Ans Meer

Ans Meer.

Ich erkenne die Verschwörung.

Die gegen mich gespült wird.

Ich verstecke mich vor dem Wissen.

Doch Fliehen kann ich nicht.

Ich flüchte mich ins Nasse.

Die Wahrheit fischt mich heraus.

Ich drehe mich in Kreisen.

Doch ignorieren kann ich nicht.

Wenn einer eine Stellung verloren hat.

Und die Liebe einer Geliebten.

Und das alles innerhalb von Tagen.

Und er sich dann an einen Strand reist.

In einem kleinen Idyllenort.

Aber die Erkenntnis mich einholt.

Dass sich alle Welt gegen mich dreht.

Und ich mich in den Seetang lege.

Mit dem Mund unter Wasser.

Und mit der Nase über Wasser.

Und ich mich aufreibe anstatt mich aufzulösen.

Und die anderen Menschen mich ignorieren.

Aber nicht in Ruhe lassen.

Dann ist es offensichtlich.

Das gegen mich gespielt wird.

Zwischen den Schuppen kreiselt die Einsicht.

Unterm Schädel gefangen.

Dann bricht sie aus und geht auf Reisen.

An den Strand.

Wo es niemand weiss.

Solange die Kreditkarte gedeckt ist.

Wo es alle wissen.

Weil ich es ja weiss.

Weil T es weiss und die Werkleitung.

Und alle es sich gemeinsam ausgedacht haben.

Untereinander hin- und hergeflüstert.

In Stiller Post, in lauten Geklapper.

Und der Bademeister und die Rettungsschwimmerin.

Und die Seetangfischer.

Die mich da ganz verstrickt in ihrer Ernte liegen sehen.

Die ich da ausgebreitet habe in der Gischt.

Die aus meinen Körperöffnungen sprudelt.

Und das ganze Meer geschaffen hat.

Und der Strandrecher, der meine Schuppenberge in schöne Streifen recht.

Damit ich mein Badetuch darauf ausbreiten kann.

Das ich im Hotel vergessen habe.

Wo das steht habe ich auch vergessen mir zu überlegen.

So dass ich mir gar nicht sicher bin.

Ob es einmal eine T gab und ein Werk 1.

Oder einen X und ein Telefon.

Also denke ich mir eine Bar.

Da kann ich ertränken was nicht ertrinken kann.

In der eigenen Gischt.

Im zugeschriebenen Meer.

Im Sand der Verschwörung.

Gegen die ich machtlos bin, doch

Die mich nicht entmachten kann, doch

Die ich mitgebracht habe, doch

Die ich selbst entfacht habe, doch

Die ich Aufschreiben muss

Und in einer Glasflasche versenden.

Ans Meer:

08 Dez

Sie nannten sie Alaska

Im Juli 2014 hat Die Perspektive eine strunz murrlige Kurzgeschichte von mir in der Ausgabe zum Thema »Wenn es dich stört, warum tust du nichts?« veröffentlicht: »Sie nannten sie Alaska«

… Einmal versuchte ich, ihr Gesicht zu zeichnen. Aber auf der Skizze wirkten ihre Backen und selbst die Nase und die Lippen irgendwie ausgebeult. Ich konnte ihre Geometrie nicht festhalten. Das Gesicht und die glatten Haare – das war alles nur Kulisse für ihre Augen, auch sie braun und ganz unbegreiflich. Sie gaben mir ein Gefühl, als könnten sie mich sehen; und all ihre Gesichtsausdrücke, ihre Worte, selbst die Körperhaltung waren wie mit dünnen Fäden mit diesen Augen verbunden, und entstanden und zerfielen nur für sie …

Weiterlesen: dieperspektive.ch/wordpress/sie-nannten-sie-alaska/

26 Okt

Individualverkehr

0erjahre
setzte sich einfach
ins Auto
(nach mehrmonatiger Ausbildung)
fuhr nach Berlin
stundenlang
rußend
hunderte Kilometer
ohne führendem Gleis
ohne smartgrid und copilot

Das Fernlicht
bei Gegenverkehr
abblendend
immer nur einen Moment zu spät

0ft über Stunden in
stockender Freiheit
die Risiken
im Rückspiegel eingefangen
unerdenklich

Langsam lehrten sie den Autos
miteinander zu sprechen

27 Jun

LitUp! Von Brettern und Sprüngen: Ohnantwort und Vermachtung

Sonntag, 21. Mai 2017 im Strauhof Zürich

Gelesene Texte:

Erich Hackl – Auroras Anlass
Hans Zeisel, Marie Jahoda, Paul F. Lazarsfeld – Die Arbeitslosen von Marienthal
Paula Deme – Verliebt, verlobt, verheiratet?
Paula Deme – nannyanny.blog
Samuel Eberenz – DIE LIBERAL-KONSERVATIVEN REFORMER
Vlado Kristl – „Wusstest Du nicht, dass Raum nur für die da ist, die ihren eigenen Raum mitbringen?“
Rauda Jamis – Frida Kahlo: Ein Leben für die Kunst
Kurt Schwitters – Tran Nr. 26: An alle Kritiker
Samuel Eberenz – Vermachtung

Einladung:

Liebe Litupianx

Zum Abschluss einer experimentell-litupigen-partizipativen-wunderbaren Woche im Strauhof, Von brettern und sprüngen,
laden wir nun heute zum Betrachten der Spuren, Immerweiterschreiben, Text-to-go mitnehmen, Lesenlesenlesen und Anstossen von 11-17 uhr,
LitUp „Ohnantwort und Vermachtung“ ab 15 Uhr bei Kaffee und Kuchen. Kuchen willkommen. Menschen auch.

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11 Aug

Die 7 topischen Jahreszeiten der Neuen Welt

Kollektive Möglichkeitspoesie zwischen Einsilbigkeit und überdieufertretender Prosa –

Am Labor mit Utopieverdacht 2016 von 7 Nasen gemeinsam verfasst, die 7 topischen Jahren und, exklusiv und u-topisch, das schwarze Stück Kuchen, in Form assoziativer Fi Bo Na Chi:

Die Autorschaft freut sich auf Bewertungen der Gedichte nach den 11 postmondänen Wertungen „witzig“ und „nicht witzig“ und „cultural appropriation“.

Ein Template zum Ausdrucken, um selbst Fi Bo Na Chis zu schreiben (von 1 bis 233) findet sich hier. Ein Strich stellvertritt hierin je eine Silbe.

 

NeueWelt_7topischeJahreszeiten