16 Okt

Zwar ein Sommertag, 2013

Wo gehen sie alle hin, die Leute auf den Strassen, in den Autos? Über diese Frage dachte er nach, während er am Strassenrand sass darauf wartend endlich fort zu kommen. Diesen Gedanken folgte er so, wie mit den Augen den Leuten, den Autos, den Fahrrädern. Er sah ihnen nach bis er sie nicht mehr sehen konnte, bis nur noch die Vorstellung davon blieb, wohin sie auch gehen mochten, obschon der Ort an dem er sass, überhaupt nicht einladend war, und kaum Gedanken zu liess. Stickig war es nämlich und heiss. Aber gerade deshalb wollte er träumen, träumen und an anderen Orten sein, wo er noch nicht war. Er war schon viel in der Welt unterwegs und dennoch konnte er sich nicht so recht vorstellen, wie es wäre den Ort, wo er sitzt, gleichwohl er davon träumte, zu verlassen. Und so blieb er vorerst am Strassenrand sitzen darauf wartend fortzukommen – vielleicht wartete er darauf, dass ihn jemand abholen würde oder wenigstens, dass etwas passierte, was den immergleichen Alltag verändern würde.

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